Tag der Zahngesundheit 2025 – Der Speichel

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Da bleibt einem doch die Spucke weg!

Das hoffentlich werden Sie nach unserem heutigen Beitrag denken. Denn das Thema der diesjährigen Zahngesundheit ist der Speichel, einem oft unterschätztem Element unserer Zahngesundheit.

Das Zahnarzt Herne Team erklärt heute, wie unser Speichel zu unserer Zahngesundheit beiträgt.

Zusammensetzung des Speichels

Speichel ist für viele etwas Ekeliges. Kaum jemanden ist aber bewusst, wie unabdingbar er für unsere Zahngesundheit ist. Ohne Speichel ist das Sprechen oder Kauen fast unmöglich..

Wie nun entsteht der Speichel und woraus besteht er eigentlich?

Im Mundraum befinden sich an vielen Stellen Speicheldrüsen: Unterzungenspeicheldrüse, Ohrspeicheldrüse und Unterkieferspeicheldrüse. Zu 99 % besteht Speichel aus Wasser. Was aber den Speichel zu einem Multitalent macht, ist der restliche 1 %: Abwehrstoffe, Mineralstoffe, Enzyme und Proteine.

Beim Kauen produziert die Speicheldrüse dickflüssigen Speichel, während er ansonsten dünnflüssiger ist.

Ein natürlicher Beschützer

In erster Linie dient der Speichel dem Schutz der Zähne. Er umhüllt die Zähne und schützt Zähne auf diese Weise vor mechanischen Einflüssen und erschwert Bakterien, sich auf den Zähnen niederzulassen.

Wie bereits erwähnt, enthält Speichel auch Mineralstoffe. Darunter finden sich beispielsweise Phosphat und Kalzium. Diese sorgen dafür, dass der Zahnschmelz bei leichtem Säureschäden remineralisiert und dadurch gestärkt wird.

Säure entsteht, wenn zu viel zuckerhaltiges oder saures verspeist wird. Bakterien wandeln Zucker in Säure um und können so den Zahnschmelz schädigen.

Der Speichel kann Säure neutralisieren und das Risiko für Karies senken. Daher ist eine gute Speichelproduktion wichtig für den Schutz der Zähne.

Ein natürlicher Unterstützer

Speichel unterstützt mit seinen Mikroorganismen, die Mundflora in einem gesunden Gleichgewicht zu halten. Die antibakteriellen Substanzen wie Immunglobuline und Lysozym die Eigenschaft, schädliche Bakterien zu hemmen.

Was passiert, wenn nicht genug Speichel produziert wird?

Stress, bestimmte Medikamente oder einige Krankheiten können die Ursache für eine geringe Speichelproduktion sein. Fachlich wird von Mundtrockenheit (Xerostomie) gesprochen.

Ohne genügend Speichel fallen alle beschützenden und unterstützenden Funktionen weg:

  • Säuren werden nicht mehr neutralisiert und der Zahnschmelz wird angegriffen
  • Bakterien und Infektionen können sich ausbreiten
  • Karies kann entstehen
  • Risiko für Zahnfleischerkrankungen steigt enorm

Dem Speichel unter die Arme greifen

Wir können einiges tun, um dem Speichel zu helfen. Das Zahnarzt Herne Team hat hier eine kurze Übersicht zusammengestellt:

  • Viel trinken: Am besten Wasser. Wasser hält den Mundraum und die Mundschleimhaut schön feucht
  • Viel kauen: Kauen regt die Speichelproduktion an. Empfehlenswert sind frisches Obst und Gemüse. Unterwegs können auch zuckerfreie Kaugummis helfen
  • Medikamente genau prüfen nehmen: Bei Mundtrockenheit lesen Sie sich den Beipackzettel gründlich durch. Vielleicht ist es eine Nebenwirkung
  • Zuckergenuss reduzieren: Durch Zucker entsteht Säure. Daher am besten vollständig verzichten oder sehr einschränken
  • Vorsorge beim Zahnarzt: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen tragen einen wichtigen Beitrag, Probleme früh zu erkennen und zu behandeln

Fazit Speichel

Der Speichel ist ein ungeahntes Multitalent und trägt erstaunlich viel zur Zahngesundheit bei. Säure neutralisieren, Zahnschmelz schützen, Karies hemmen…das sind nur einige der wichtigsten Fakten, die der Speichel zum echten Beschützer und Grundstein für gesunde Zähne macht.

Ihr Zahnarzt Herne Team von Dr. Olivier

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