Zahnfleischrückgang bei Kindern: Ursachen und was schützt

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Wenn Eltern bemerken, dass sich das Zahnfleisch ihres Kindes an einzelnen Zähnen zurückzieht, löst das oft Unsicherheit aus. Ist das normal? Wächst das wieder nach? Und muss sofort etwas unternommen werden? Zahnfleischrückgang bei Kindern ist zwar seltener als bei Erwachsenen, aber er kommt vor und sollte nicht ignoriert werden. In den meisten Fällen wächst das Zahnfleisch nicht von selbst nach.

Warum das Thema ernst genommen werden sollte

Das Zahnfleisch hat eine Schutzfunktion. Es dichtet die Zahnwurzel ab und schützt den darunterliegenden Knochen vor Bakterien und äußeren Einflüssen. Zieht es sich zurück, liegt die Wurzeloberfläche frei. Diese ist empfindlicher als der sichtbare Zahnschmelz und anfälliger für Karies und Reizungen. Bei Kindern kommt hinzu, dass sich Zähne und Kieferknochen noch im Wachstum befinden. Veränderungen in dieser Phase können sich langfristig auswirken, weshalb frühzeitiges Erkennen wichtig ist.

Häufige Auslöser: Putzdruck, Entzündung, Fehlkontakte

Der häufigste Auslöser bei Kindern ist zu harter Putzdruck. Viele Kinder putzen mit zu viel Kraft oder verwenden eine Zahnbürste mit zu harten Borsten. Über Monate und Jahre schleift diese Belastung das Zahnfleischgewebe langsam ab, besonders an den Außenflächen der Eckzähne und der vorderen Zähne im Unterkiefer. Das Zahnfleisch weicht zurück, ohne dass es wehtut, weshalb es lange unbemerkt bleibt.

Eine weitere Ursache sind Zahnfleischentzündungen, die durch unzureichende Reinigung entstehen. Bleiben Beläge längere Zeit auf der Zahnoberfläche, reagiert das Zahnfleisch mit Entzündung, Schwellung und schließlich Rückgang. Auch im Kindesalter kann eine Gingivitis, also eine oberflächliche Zahnfleischentzündung, zu sichtbaren Veränderungen führen.

Seltener, aber ebenfalls möglich, sind Fehlkontakte durch falsch stehende Zähne. Wenn ein Zahn aus der Reihe steht und beim Kauen zu viel Druck auf das umgebende Gewebe ausübt, kann das Zahnfleisch an genau dieser Stelle zurückweichen. In solchen Fällen ist eine kieferorthopädische Einschätzung sinnvoll.

Was Eltern im Alltag verbessern können

Der wichtigste Schritt ist die Überprüfung der Putztechnik. Kinder sollten mit einer weichen Zahnbürste und leichtem Druck putzen, die Bewegung sollte von der Wurzel zur Kaufläche verlaufen, also vom Zahnfleisch weg. Elektrische Zahnbürsten mit Drucksensor können helfen, da sie einen Hinweis geben, wenn zu fest gedrückt wird.

Eltern sollten das Zähneputzen bei jüngeren Kindern weiterhin kontrollieren oder nachputzen. Denn Kinder unterschätzen häufig, wie viel Kraft sie aufwenden. Eine kindgerechte Zahnpasta mit ausreichend Fluorid schützt zusätzlich die Zahnoberfläche.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Häufige Zuckerzufuhr begünstigt Bakterienwachstum und damit Entzündungen im Zahnfleisch. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zwischenmahlzeiten unterstützt die Mundgesundheit insgesamt.

Wann eine Untersuchung sinnvoll ist

Eltern sollten einen Zahnarzttermin vereinbaren, wenn das Zahnfleisch an einzelnen Zähnen sichtbar tiefer liegt als an den Nachbarzähnen, wenn das Kind über Empfindlichkeit beim Essen oder Trinken klagt oder wenn das Zahnfleisch gerötet, geschwollen oder beim Putzen blutet. Auch wenn keine akuten Beschwerden bestehen, aber der Verdacht auf Veränderungen besteht, lohnt sich eine Kontrolle.

Fazit

Zahnfleischrückgang bei Kindern ist kein Normalzustand, aber kein Grund zur Panik. In vielen Fällen lässt sich mit einer angepassten Putztechnik und regelmäßigen Kontrollen viel erreichen. Wer unsicher ist, ob Veränderungen am Zahnfleisch des eigenen Kindes auffällig sind, kann das beim Team von Zahnarzt Herne unkompliziert abklären lassen. Ein Termin ist bequem online buchbar.

Ein kleiner Tipp: mit einem Zahnputzlied können Eltern das Zähneputzen entspannter gestalten.

Ihr Zahnarzt Herne Team von Dr. Olivier

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